15.3.2026: Der kleine Dachs und der Mondpfad
Am Rand eines stillen Waldes lebte ein kleiner Dachs namens Fiete. Fiete liebte die Abende, wenn die Luft kühl wurde und der Wald langsam zur Ruhe kam. Dann setzte er sich auf einen flachen Stein vor seinem Bau und schaute zum Himmel hinauf. Eines Nachts war der Mond besonders hell. Sein Licht fiel wie ein schmaler, silberner Streifen durch die Bäume und zog sich über den Waldboden bis zu Fietes Stein. „Das sieht aus wie ein Weg“, murmelte Fiete. „Ein Mondpfad.“ Neugierig stand er auf und folgte dem Licht. Der Pfad führte zwischen Wurzeln hindurch, über weiches Moos und an stillen Büschen vorbei. Alles sah anders aus im Mondschein, vertraut und fremd zugleich. Unter einer Eiche traf Fiete eine alte Schnecke, die langsam ihren Weg zog. „Gehst du auch den Mondpfad?“ fragte Fiete. Die Schnecke nickte. „Ich gehe ihn jede Nacht. Er ist nie gleich, aber immer ruhig.“ Fiete ging weiter. Ein Stück entfernt saß ein Reh und trank aus einer kleinen Pfütze, in der sich der Mond spiegelte. Es hob k...