3.5.2026: Der kleine Bär und das knisternde Feuer
Am Rand eines weiten Waldes lebte ein kleiner Bär namens Jakob. Jakob liebte den Abend, wenn der Himmel langsam dunkler wurde und der Wald leiser klang. Besonders mochte er die Nächte, in denen vor der alten Försterhütte ein kleines Feuer brannte.
An diesem Abend saß Jakob auf einem Baumstamm und beobachtete die Flammen. Sie tanzten, wurden größer, kleiner, heller und dunkler. Ab und zu knackte ein Holzscheit, und Funken stiegen kurz in die Luft, bevor sie verschwanden.
Jakob rückte ein Stück näher heran. Die Wärme fühlte sich gut an. Der Geruch von Holz lag in der Luft, und irgendwo rief eine Eule. Der Wald schien zuzuhören.
Jakob legte sich hin und schaute in das Feuer. Manchmal sah er darin Berge, manchmal Tiere, manchmal nur bewegtes Licht. Die Flammen änderten sich ständig, ohne hastig zu sein.
Ein Ast brach leise zusammen, das Feuer wurde niedriger. Jakob gähnte. Seine Augen wurden schwer, und die Wärme um ihn herum fühlte sich wie eine Decke an.
Als das Feuer nur noch glühte, stand Jakob auf und trottete zurück zu seiner Höhle. Hinter ihm knisterte es noch ein letztes Mal.
Jakob rollte sich in seinem Nest zusammen. Der Wald war ruhig. Das Feuer war fast aus. Und die Nacht breitete sich langsam über alles.
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