31.5.2026: Der kleine Igel und der sanfte Regen

Am Rand eines Parks, dort wo die Bäume dicht standen und das Gras weich war, lebte ein kleiner Igel namens Paul. Paul kannte jeden Weg zwischen den Büschen und jedes Rascheln im Laub. Am liebsten mochte er die Abende, wenn der Tag langsam leiser wurde.

An diesem Abend zog Regen auf. Erst waren es nur ein paar Tropfen, die auf die Blätter fielen. Dann wurde das Geräusch gleichmäßiger, sanft und ruhig. Paul blieb stehen und hörte zu.

Er stapfte zu seinem Lieblingsplatz unter einer großen Kastanie. Dort war der Boden trocken, und der Regen klang wie ein leises Trommeln über ihm. Die Luft roch frisch, und kleine Pfützen sammelten sich zwischen den Wurzeln.

Ein Wurm kroch vorbei, eine Schnecke zog langsam ihre Spur. Paul rollte sich nicht ein. Er blieb sitzen und schaute, wie die Tropfen von Blatt zu Blatt fielen.

Der Regen wurde nicht stärker, nicht schwächer. Er blieb einfach da. Nach einer Weile legte sich ein feiner Nebel über den Park, und die Lichter der Stadt wirkten weiter entfernt.

Paul kroch schließlich in sein Nest aus Laub. Der Regen fiel weiter, gleichmäßig und ruhig. Die Kastanie rauschte leise, und irgendwo tropfte Wasser in die Pfützen.

Paul schloss die Augen. Der Regen blieb. Die Nacht kam. Und alles wurde stiller.

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